Bettwanzen gehören zu den hartnäckigsten und unangenehmsten Schädlingen, die in Wohnungen auftreten können. Sie verstecken sich in Matratzen, Bettrahmen, Ritzen, Teppichen, Steckdosen oder Möbeln – und vermehren sich oft schneller, als man denkt. Die winzigen Blutsauger sind nachtaktiv, schwer zu entdecken und hinterlassen juckende Stiche sowie psychischen Stress.
Viele Betroffene versuchen zuerst, Bettwanzen selbst zu beseitigen, doch ohne die richtige Strategie gelingt das selten. Dieser umfassende Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Bettwanzen beseitigen können – welche Methoden wirklich helfen und in welchen Fällen ein Profi unverzichtbar ist.
1. Wie erkennt man Bettwanzen? Erste Anzeichen für einen Befall
Bevor man Bettwanzen beseitigen kann, muss man eindeutig feststellen, dass es sich tatsächlich um Bettwanzen handelt. Typische Hinweise auf einen Befall sind:
✔ Juckende Stiche in Reihen oder Gruppen
Die sogenannten „Breakfast-Lunch-Dinner“-Stiche sind ein häufiger Hinweis.
✔ Kleine schwarze Punkte
Kotspuren, oft auf Matratzen oder Bettgestellen.
✔ Blutflecken auf Bettwäsche
Durch gequetschte Bettwanzen entstehen kleine rötliche Flecken.
✔ Häutungsreste oder Eier
Diese finden sich in Ritzen, Spalten oder am Bettrand.
✔ Lebende Tiere
Erwachsene Bettwanzen sind 4–6 mm groß, rötlich-braun und flach.
Wenn diese Anzeichen auftreten, sollte man nicht zögern – Bettwanzen vermehren sich rasant.

2. Bettwanzen beseitigen: Warum es so schwierig ist
Viele unterschätzen die Hartnäckigkeit von Bettwanzen. Ihre Widerstandsfähigkeit ist enorm:
- Sie überleben Monate ohne Nahrung
- Sie verstecken sich tief in Ritzen
- Sie sind resistent gegen viele Insektizide
- Sie legen Eier ab, die schwer zu erreichen sind
Aus diesem Grund ist Bettwanzen beseitigen eine besonders anspruchsvolle Aufgabe. Die Tiere verschwinden nie durch „Wegputzen“ oder reine Hausmittel – im Gegenteil, falsche Maßnahmen können den Befall verschlimmern.
3. Bettwanzen beseitigen: Was Sie als Erstes tun sollten
Die ersten Schritte sind entscheidend:
1. Ruhe bewahren
Panisches Umräumen verbreitet Bettwanzen in andere Räume.
2. Bett nicht entsorgen
Bettwanzen sitzen meist nicht nur in der Matratze.
3. Raum isolieren
Türen schließen, Textilien nicht in andere Räume schleppen.
4. Nicht alles waschen
Gezielte Maßnahmen sind effektiver als wahlloses Reinigen.
4. Bettwanzen beseitigen – Hausmittel und DIY-Methoden
Es gibt einige Maßnahmen, die man selbst durchführen kann. Sie helfen, den Befall einzudämmen, ersetzen aber selten eine professionelle Behandlung.
4.1. Hitze – die wirksamste Methode für Zuhause
Bettwanzen reagieren extrem sensibel auf Hitze. Temperaturen ab 55–60°C töten sowohl erwachsene Tiere als auch Eier ab.
So wenden Sie Hitze richtig an:
- Bettwäsche bei mindestens 60°C waschen
- Textilien, die waschbar sind, sofort heiß trocknen
- Kleidung in den Wäschetrockner bei hoher Stufe (mind. 30 Minuten)
- Kleine Gegenstände in einem Gefrierbeutel in den Trockner geben
Wichtig: Das gesamte Umfeld der Bettwanzen muss erhitzt werden – punktuelle Hitze reicht oft nicht aus.
4.2. Kälte gegen Bettwanzen
Kälte tötet Bettwanzen nur zuverlässig, wenn sie sehr intensiv ist:
- mindestens –18°C für 3–4 Tage
Geeignet für: Bücher, Schuhe, empfindliche Textilien.
Weniger geeignet für: Möbel oder große Gegenstände.
4.3. Staubsaugen – sinnvoll, aber begrenzt
Staubsauger können einzelne Bettwanzen absaugen, aber:
- sie entfernen keine Eier
- viele verstecken sich zu tief
- Tiere können im Gerät überleben
Den Staubsaugerbeutel sofort in eine Plastiktüte geben und luftdicht entsorgen.
4.4. Dampfreiniger – nur mit starkem Gerät wirksam
Dampf mit über 100°C kann Bettwanzen abtöten, ABER nur:
- wenn der Dampf tief eindringt
- das Gerät ausreichend Druck hat
- die Anwendung korrekt erfolgt
Für Laien gelingt die vollständige Hitzeabdeckung selten.
4.5. Insektensprays aus dem Baumarkt
Eine heikle Angelegenheit:
- Viele Sprays wirken nicht gegen Bettwanzen-Eier
- Bettwanzen entwickeln Resistenzen
- Unprofessionelle Anwendung kann Befall verschlimmern
- Gesundheitsrisiko für Bewohner
Experten raten davon ab, reine Baumarkt-Sprays als Hauptmethode zu verwenden.
5. Bettwanzen beseitigen mit professioneller Hilfe
In den meisten Fällen führt kein Weg am Profi vorbei. Professionelle Schädlingsbekämpfer haben Geräte und Mittel, die private Haushalte nicht nutzen dürfen – und die speziell gegen Bettwanzen entwickelt wurden.
5.1. Chemische Bettwanzenbekämpfung
Ein Profi verwendet zugelassene Präparate, die:
- tief in Ritzen eindringen
- Entwicklungszyklen unterbrechen
- auch Eier abtöten (je nach Mittel)
- mehrere Wochen nachwirken
Es werden oft 2–3 Behandlungen im Abstand von 10–14 Tagen durchgeführt.
5.2. Thermische Verfahren (Hitzeverfahren)
Die effektivste professionelle Methode überhaupt.
Beim Hitzeverfahren wird der gesamte Raum auf 50–60°C erhitzt. Dadurch werden:
✔ Bettwanzen
✔ Larven
✔ Eier
in allen Entwicklungsstufen abgetötet.
Vorteile:
- 100% wirksam bei korrekter Ausführung
- keine Chemie
- nur wenige Stunden Behandlungsdauer
- sofortiges Ergebnis
Nachteile:
- spezielles Gerät notwendig
- nicht alle Gegenstände sind hitzebeständig
5.3. Kombination aus Hitze und Chemie
Bei schweren Befällen wird eine Mischstrategie verwendet, um alle Entwicklungsstadien abzudecken und Rückfälle zu verhindern.
6. Wie lange dauert es, Bettwanzen komplett zu beseitigen?
Das hängt vom Befall ab:
- leichter Befall: 1–2 Wochen
- mittlerer Befall: 2–4 Wochen
- starker Befall: 1–2 Monate
Wichtig ist: Bettwanzen verschwinden niemals von selbst, sondern breiten sich immer weiter aus.
7. Bettwanzen beseitigen – typische Fehler, die man unbedingt vermeiden sollte
Viele Menschen machen unbewusst Fehler, die den Befall verschlimmern können:
❌ Matratze wegwerfen
Bettwanzen sitzen überall – im Bettgestell, in Ritzen, Möbeln.
❌ Zimmer wechseln
Damit „nimmt“ man die Bettwanzen mit.
❌ Chemikalien wahllos sprühen
Dadurch werden Tiere vertrieben, aber nicht getötet.
❌ Möbel verrücken
Bettwanzen breiten sich aus.
❌ Selbstbehandlung wochenlang fortsetzen
Dies verlängert die Plage und macht sie teurer.
8. Wie kann man zukünftigen Bettwanzenbefall verhindern?
✔ Beim Reisen immer die Matratze im Hotel prüfen
Bettwanzen verbreiten sich oft über Koffer.
✔ Kleidung nach dem Urlaub heiß waschen
Schon kleine Eier können „mitreisen“.
✔ Second-Hand-Möbel immer gründlich kontrollieren
Bettwanzen verstecken sich gern in gebrauchten Möbeln.
✔ Bett etwas von der Wand abrücken
Erleichtert Sichtkontrollen.
✔ Regelmäßige Kontrolle bei Mehrfamilienhäusern
Bettwanzen können von Nachbarn kommen.
Fazit: Bettwanzen beseitigen – Zuhause oder vom Profi?
Bettwanzen zählen zu den widerstandsfähigsten Schädlingen überhaupt.
Leichte Befälle kann man mit Hitze, Kälte und gezielten Maßnahmen eindämmen. Doch in den meisten Fällen ist professionelle Hilfe unerlässlich, da Bettwanzen extrem widerstandsfähig sind und sich schnell ausbreiten.
Ein erfahrener Schädlingsbekämpfer garantiert:
- eine sichere Identifizierung
- eine professionelle Bekämpfungsstrategie
- schnelle und nachhaltige Ergebnisse

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